Performance "Medusae"

beim Skulpturenfest am 23. Juni 2018 Kunst am Moltkeplatz KaM e.V.

Gabriele Kaiser-Schanz

Die Objekt- und Performance-Künstlerin Gabriele Kaiser-Schanz lebt und arbeitet seit 2004 in Essen. Sie studierte Bühnengestaltung, Textile Kunst, Bildnerische Erziehung und Bildhauerei in Graz, Wien und Düsseldorf.

Die Künstlerin faszinieren Zellen, Zellkörper und Zellstrukturen, der Ursprung des Lebens mit seiner enormen Vielfalt. Ebenso der Mensch, der aus 100 Billionen einzelner Zellen besteht und seit dem Paläolithikum auf der Suche nach seiner Identität ist. Das Individuum auf der Suche nach Ritualen und Regeln und seinen Befreiungsversuchen von gesellschaftlichen Zwängen und Normen.

Warum heute eine Quallen-Performance, Medusae, eine Anspielung auf den tentakelförmigen Kopf der Medusa in der griechischen Mythologie?

Der kleinste Organismus, ob Plankton, Ameise, Biene oder die Qualle dieser Erde trägt zur Gesamtheit eines großen funktionierenden Systems bei. Nur ein ausgeglichenes Ökosystem erhält das Leben auf der Erde.

Seit 500 Millionen Jahren schweben sie durch die Meere und sind somit älter als die Dinosaurier. Einige Quallen sind kleiner als ein Sandkorn, andere länger als ein Blauwal, manche sind unsterblich, manche können sich klonen und als Zwitter überleben.

Zitat Gabriele Kaiser-Schanz:
"Bei näherer Betrachtung empfinde ich die Quallen als mystische Wesen, die in der Vergangenheit wie auch als spacige Wesen der Zukunft leben könnten."



"Medusae" beim Skulpturenfest am 23. Juni 2018 Kunst am Moltkeplatz KaM e.V.:

Konzept, Idee und Performance:  Gabriele Kaiser-Schanz
Kostüm:  Margit Koch
Sound:  Nils Mosh


Literatur: 
Em, Petra, Youtube, Tanz der Medusen.mp4, 2012
Gershwin, Lisa-ann, QUALLEN: Von der Faszination einer verkannten Lebensform, Delius Klasing Verlag, 2017, ISBN 
978-3-667-11024-4
 

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