auf dem Moltkeplatz in Essen
Koordinaten: 51 26 48,17 N 7 01 24,70 E
Zum Entstehen der "Lebensgröße"-Skulpturen von Heinz Breloh schreibt Prof. Dr. Manfred Schneckenburger:
„In einer festgelegten Choreografie umschreitet, umtanzt der Künstler die weiche Gipsmasse. Er wirft sich mit dem ganzen Körper - Beinen, Hüften, Brust, Rücken, Kopf - dagegen, umfängt den Klotz mit den Armen, durchstößt ihn mit Knien und Beinen, fährt mit dem Kopf hin und her und schleift so einen waagerechten oberen Abschluss aus. Er presst, dreht, windet sich nach einem genau bemessenen Programm an, in und gegen den Block, durchpflügt den Gips nach innen, ertastet und umspannt ihn von außen. Er zieht seine Körperbahn, bis das Material hart und widerständig geworden ist. Die fertige Skulptur hält die Körperform als negatives Volumen fest. Sie ist (im klassischen Sinn von Erinnerung) ein Monument der Körperspur.“ (Manfred Schneckenburger: Körperhandlungen wider die Apparatenwelt, in: „Skulptur als Körperspur - Heinz Breloh“, p. 17; erschienen anlässlich der Ausstellungsreihe „Heinz Breloh - Skulptur als Körperspur“ in Bayreuth/Neumünster/Magdeburg/Hilden/Hasselbach 2008-2009. 112 pp. Mit Vorwort, fünf Beiträgen und 95 Bildern. Grafisches Centrum Cuno, Calbe (Saale), 2008; ISBN 3930030926 ).
Einen Vortrag über das Gesamtwerk von Heinz Breloh hielt Dr. Gerhard Kolberg (früherer Kurator am Museum Ludwig in Köln) am 21. März 2009 im Wilhelm-Fabry-Museum in Hilden: Teil 1 (mit Ausführungen zur "Lebensgröße") , Teil 2 . Der Vortrag gehörte zur Ausstellungsreihe "Heinz Breloh - Skulptur als Körperspur" in 2008/2009. Mehr dazu hier .
Anläßlich der Ausstellung "Allesdurchdringung Hommage für Heinz Breloh" 21. Juni - 23. Aug. 2009 im Tal Kunstverein Hasselbach / Westerwald (Teil der obigen Ausstellungsreihe über Heinz Breloh) hat WDR 5 am 20. Juli 2009 einen Radio-Beitrag gesendet. Klicken Sie hier , um diesen Radio-Beitrag abzuspielen.
